Weltgebetstag 2025 Cook Inseln
07.03.2026
Weltgebetstagskommittee
Wunderbar geschaffen - Eine Meditation zu Psalm 139
„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das
erkennt meine Seele.“ (Psalm 139,14) Der Psalmist, ein Dichter und Sänger von
außergewöhnlichem Talent und Feingefühl, schrieb Verse und Lieder, um seiner
Frömmigkeit und Liebe Ausdruck zu verleihen. Seiner Angst, der Suche nach Erlösung, dem
Bedürfnis nach Befreiung. Er wusste, dass Gott ihn sah. Und dieses Wissen, von Gott
gesehen zu werden, wird in diesem Psalm zutiefst deutlich. Die Fülle dieser Überzeugung
war so groß, dass er diesen Vers schrieb. Weißt Du, dass wir wunderbar gemacht sind? Wie
Gott, der uns gemacht hat, wunderbar ist!
Ist das nicht eine machtvolle Feststellung? Es erinnert uns an unsere eigene Würde und an
die einzigartige Gestalt unserer Existenz. Wir sind wunderbar geschaffen, jede*r von uns ist
ein Meisterstück auf eigene Art und Weise. Es gibt kein anderes Meisterstück so wie Dich.
Michelangelo und Leonardo da Vinci haben viele Bilder gemalt, aber viele Fälscher*innen
haben ihre Meisterstücke auch kopiert, und es ist manchmal schwer, sehr schwer, das
Echte vom Falschen zu unterscheiden. Der Psalmist weiß sehr wohl, dass er „wunderbar
gemacht“ ist, denn er ist ein Meisterstück des Künstlers (Gottes) und es gibt keinen
anderen. Das Staunen über die Herrlichkeit und Souveränität des Herrn zieht sich wie ein
goldener Faden durch viele von Davids Psalmen, aber durch keinen so wunderschön wie
durch Psalm 139.
Wie sollen wir also, wenn wir die Werke Gottes sehen und bestaunen, so wortgewandt
sein? Und wie jeden Sinn unserer Schöpfung, die aus dem Schoß unserer Mutter entsteht,
kennen und in Worte fassen? Schau dir an, wie der Psalmist seine Dankbarkeit, seine
Freude ausdrückt und dann sagt: „Ich will dich preisen.“ Der Psalmist gibt uns einen
Hinweis darauf, wie wir auf eine solche göttlich gestaltete, geformte Schöpfung reagieren
sollen, indem er Dich und mich bewusst daran erinnert, dass sie aus dem Schoß unserer
Mutter entstanden ist.
Es ist ein erstaunliches Wunder, dass der Psalmist die Souveränität Gottes, sein
allmächtiges, allwissendes und allgegenwärtiges Erscheinen in diesem Psalm in der Fülle
der Herrlichkeit Gottes anerkennt. In einem anderen Psalm sagt er: „Ich hebe meine Augen
auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ Und dann antwortet er auf die Frage, die er
gestellt hat: „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Betet,
meine Freund*innen, und erinnert Euch gegenseitig, immer daran zu denken, wer uns alle
geschaffen hat, der Schöpfer des Himmels und der Erde! Gott verdient unseren Dank,
unsere Freude und die Aufrichtigkeit unseres Lobes.
Das Wesentliche unseres Lobes wird am Kreuz in der Demut Gottes zum Leuchten gebracht,
der allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Jetzt sehen wir, fühlen wir, knien wir an
der Quelle unserer Existenz, wissend, dass Gott uns so wie wir sind und auf jede Weise, die
wir sind, als sein eigenes Meisterstück erkennt – sei es als Individuum, als Familie, auf
regionaler oder nationaler Ebene, so wie wir heute sind.
Der Psalmist hat Recht, wenn er sagt: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht
bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“
Gott segne euch.
Maurima Dean ist Student am Takamoa Theological College auf Rarotonga. Psalm 139,14
ist die biblische Grundlage der Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2025. Maurima
Dean hat dazu eine Meditation für uns geschrieben
Evangelische Mission weltweit