Der Blasius - Segen

03.02.2026

Mit zwei gekreuzten Kerzen: der Blasius-Segen »Nun drängelt doch nicht so! Sonst habt Ihr den Hals gebrochen, bevor Ihr ihn gesegnet habt«, soll vor Zeiten ein Düsseldorfer Pastor den Gläubigen an einem 3. Februar zugerufen haben. Auch in den Kirchen von Hamm, Flehe, Volmerswerth und Bilk wird um diesen Gedenktag herum zum Blasius-Segen eingeladen. Es ist ja die Zeit, in der man sich schnell eine Erkältung fängt. Da kann ein Segen nur guttun. Oder anders gesagt: Wenn man auf den Segen verzichtet – ob man sich da nicht leichtfertig eine Krankheit auf den Hals lädt? Also besser: Man nimmt »ihn« mit, weil es eben so Brauch ist. Und mancher Pfarrer denkt vielleicht heutzutage: »So ein zusätzliches ›Angebot‹ bringt hoffentlich ein paar Leute mehr in die Kirche.« Im Directorium eines deutschen Bistums, dem liturgischen Kalender für Messfeier und Stundengebet, heißt es: »Der Segen des Bischofs und Martyrers Blasius gilt vordergründig der Heilung von jeder Halskrankheit. Doch der Blasius-Segen ist nicht beschränkt: Gott heilt, woran wir schwer zu schlucken haben.« Hier wird dem Segen ein anderer Sinn untergeschoben. Er soll demnach immer dann helfen, wenn wir Probleme haben. Vielleicht hat die Erkenntnis bei dieser Erklärung Pate gestanden, dass die herkömmliche Deutung nicht mehr in unsere Zeit passt.

Volkhard Stromberg,

ebendort