Jordan - Fluss des Lebens

10.01.2026

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Friedbert Simon

Pfarrbriefservice.de

Flüsse sind die Lebensadern der Erde. Wie die Adern in einem menschlichen Organismus ermöglichen sie fruchtbares Leben in ihrer Umgebung. Denken wir nur an den Nil in Ägypten, den Ganges in Indien oder viele andere Ströme. Aus diesem Grund haben sich immer wieder Menschen in der Nähe von Flüssen niedergelassen.

Was der Nil für Ägypten, der Ganges in Indien, ist der Jordan für Israel und die umgebenden Länder. Der Jordan ist die fruchtbare Lebensader, die die Wüste erblühen lässt und die Menschen von Hungersnot befreit. Er beginnt im Norden des Landes und lässt Leben erblühen, dort wo er sich durch das Land schlängelt, bis er sich schließlich mit dem Toten Meer im Süden verbindet.

In dieses heilende und Leben ermöglichende Wasser des Jordan steigt nun Jesus hinab und lässt sich von Johannes taufen. Er taucht unter in die lebensgefährlichen Fluten des Wassers. Hier wird deutlich, was mit der Taufe gemeint ist. Untertauchen, sich den Fluten des Wassers aussetzen, absterben und wieder neu auftauchen. „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen“, sagt ein Sprichwort. Das bedeutet Veränderung, neu werden, wieder auftauchen und ein Anderer, ein mit Leben Beschenkter sein.

„Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter, an dem/der ich mein Wohlgefallen habe.“

Manfred Rütsche

privat